Gradierwerke für Hotels, Wellness, Spa und Fitness

Ursprung und Tradition der Gradierwerke

In den zurückliegenden Jahrhunderten dienten Gradierwerke, auch als Salinen bekannt, der Salzgewinnung. Dazu wurde Sole (salzhaltiges Wasser) aus der Erde gepumpt und über die Salinen verteilt. Das Wasser verdunstete und das Salz blieb zurück.

Als wohltuende Nebenwirkung stellte man fest, dass im direkten Umfeld dieser Gradierwerke (Salinen) ein leicht feuchtes, salzhaltiges Klima entstand, das hervorragend für die Inhalation geeignet ist.

Berühmte Lungenärzte haben ihre Patienten an Orte geschickt, die diese Gradierwerke (Salinen) betrieben.

Bereits über 300 Jahre weiß man darum den heilklimatischen Nutzen des Gradierwerkes zu schätzen.

Viele Kurorte haben sich die Heilwirkung des Salzes zu Nutze gemacht. Bad Dürrheim mit dem Solemar, Bad Salzungen, Bad Soden-Allendorf, Bad Salzdetfurth, Bad Rothenfelde sowie Bad Reichenhall sind nur einige davon.

 

Natur pur

Ein Gradierwerk wird ausschließlich aus hochwertigen Naturprodukten gefertigt und betrieben.

Das Grundgerüst besteht aus heimischen, unbehandelten Eichenholz. Eichenholz ist im besonderen Maße geeignet, die salzhaltige Atmosphäre des Gradierwerkes lange Zeit unbeschadet zu überdauern.

Die Gradierwerke sind in traditioneller Holzbauweise erstellt. Sämtliche Holzteile der Konstruktion sind nicht imprägniert. Das Holz wird nach alter Zimmermannstradition verzapft und mit Holzdübeln zusammengesetzt und bildet das Grundgerüst für den Schwarzdorn.

 

Der Schwarzdorn

Der Schwarzdorn, auch als Schlehe bekannt, ist seit mehreren Jahren, im Zuge der Gebietsreformen und Flächenbereinigungen, hierzulande recht selten geworden. Er diente vornehmlich der Feld- und Wiesenbegrenzung und war eine beliebte Zuflucht- und Brutstätte für kleine Singvögel.

Schwarzdorn steht bei uns unter Naturschutz. Für den Gradierwerksbau erhalten wir das Reisig gebündelt aus Polen, der Ukraine und Sibirien. Dort wird es mittlerweile großflächig angebaut und in den Wintermonaten geerntet. Ein im Winter geschnittener Schwarzdorn „blutet“ nicht aus und ist langlebig und resistent gegenüber der Sole. Die Dornen vom Schwarzdorn sind sehr spitz und gefährlich.

 

So funktioniert das Gradierwerk

In unmittelbarer Umgebung des Gradierwerkes entsteht, durch die Verrieselung des Salzwassers, ein Klima, das als „Freiluftinhalatorium“ genutzt werden kann.

Das Aerosol enthält die mineralischen Wirkstoffe der zerstäubten Sole. Dieses therapeutische Medium kann sowohl für die Gesundheitsvorsorge, als auch für Heilbehandlungen eingesetzt werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung der „heilenden“ Luft, wird von Balneologen immer wieder bestätigt und zeigt beste Ergebnisse bei der Therapie von asthmatischen und dermatologischen Beschwerden.

Die Sole wird von den Auffangbehältern in das Quellbecken gepumpt, das oben auf dem Gradierwerk liegen. Der obere Rand des Quellbeckens ist über die gesamte Länge mit kleinen Aussparungen für die Wasseraustritte versehen. Dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung der Sole auf die darunter liegende Schwarzdornfläche gewährleistet. Das salzhaltige Wasser rinnt entlang der feinen Verästelung der Schwarzdornzweige, bis sich kleinste Tröpfchen in der Sole lösen und Aerosole bilden. Während Teile des Wassers beim Gradierprozess verdunsten, bleibt der Salzanteil erhalten. Dadurch steigt der Salzgehalt der Gradiersole und erreicht mit ca. 20% die maximale Konzentration.